Ich verstecke leidenschaftlich gerne Ostereier, manchmal sogar so, dass man sie erst Monate später findet. Das wird bei diesem Kuchen nicht der Fall sein, denn seine Masse ist saftig und ganz nach klassischer Marmor-Manier, allerdings nicht wild durcheinander gemischt – als Überraschung kommt beim Anschneiden ein Schoko-Osterei zum Vorschein. Das Ganze funktioniert auch sehr gut mit anderen Formen, vom Hasen bis zum Herz.

Kürzlich saß ich in einem Meeting und mein Telefon meldete sich mit dem vertrauten Bling. Ich konnte es mir nicht verkneifen und schielte auf das Display – Freund F sendete mir die Idee einer Pasta, für die man nur einen Topf braucht. Das heißt, es wandert alles, und damit meine ich auch die rohen Nudeln, gemeinsam in eine Pfanne, zehn Minuten später hat man eine sensationell cremige Pasta. Die One-Pot-Pasta musste sofort probiert werden, natürlich nach dem Meeting. Hier geht es zum Rezept: www.martinahohenlohe.com/2018/04/one-pot-pasta-mit-schinken www.berger-schinken.at

Ein guter Schweinsbraten ist kein Kinderspiel, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Welches Stück soll ich verwenden? Bauch, Schopf oder doch ein mageres Karree? Wie lange bleibt er im Ofen und bei welcher Temperatur? Muss ich zwischendurch aus dem Bett kriechen, um ihn zu übergießen? Fragen über Fragen. Die Antwort ist überraschend einfach: Pork Royal. Ich weiß nicht, was er damit macht, aber es funktioniert fulminant. Oliver Scheiblauer mit seinem Pork Royal im Kochsalon. Hier geht es zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/04/porkroyal/ Alle Infos zum Fleisch unter www.aumaerk.at

Butterzart geschmorter Schweinebauch mit knuspriger Kruste – alleine beim Schreiben rinnt mir das Wasser im Mund zusammen. Marcel Ruhm vom Restaurant DiningRuhm in Wien war im Kochsalon zu Gast und zeigte mir, was man tun muss, damit der Schweinebauch genauso gelingt. Dazu gibt es eine intensive Misosauce, marinierte Zwiebeln und Chili. Ein Wahnsinn.

Bei süßen Hauptspeisen habe ich als Kind immer die Krise bekommen – zu süß, nicht befriedigend, kein echtes Essen, bald wieder Hunger... Meine Mutter ignorierte die schlagkräftigen Argumente und kochte freitags trotzdem meistens Paradebeispiele österreichischer Mehlspeisküche. Und weil man sich selbst immer wieder als Wiederholungstäter ungeliebter Gewohnheiten aus der Kindheit ertappt – paradox, aber so ist es – tue ich es ihr gleich. Am liebsten mit flaumigen Topfenknödeln und einer fruchtigen Sauce, diesmal roter Grütze. Perfekt vorzubereiten und mit Gelinggarantie. Hier geht's zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/04/topfenknoedeln-aus-dem-kenwood-cooking-chef/ http://www.kenwoodworld.com/de-at https://www.raiffeisenbank.at/

Ich habe mich jahrelang nicht übers Backen getraut, erstens, weil meine Mutter eine Großmeisterin dieser Disziplin ist und auch ein bisschen, weil mir das präzise Arbeiten nicht so liegt. Dachte ich. Denn in Wahrheit sorgt ein gutes Backrezept, das am Ende aufgeht, für höchste Zufriedenheit. Dieser Schokolade-Kuchen ist ein perfektes Einsteiger-Rezept, extrem simpel und dank der ungesüßten Ingwer-Obers-Fülle ziemlich überraschend im Geschmack. Auch, wenn die Latte hoch liegt, liebe Mutter. Das Rezept: www.martinahohenlohe.com/2018/02/schokolade-ingwer-kuchen

Das war die Gault&Millau Landpartie 2017 am Bio-Weingut Geyerhof.

Ohne ihn gäbe es keinen Waldorfsalat – Johann Jakob Astor, sechstes von zehn Kinder eines badischen Dorffleischhauers, der mit Pelzen, Tee und Immobilien der erste Millionär Amerikas wurde. Und zwar so, wie wir uns das im amerikanischen Karriereklischee vorstellen: vom Laufburschen zum Multimillionär. Er kaufte hektarweise Grundstücke in Manhattan, auf einem davon eröffnete später sein Urenkel William Waldorf Astor das berühmte Hotel „Waldorf-Astoria“, wo Ende des 19. Jahrhunderts der Waldorfsalat erfunden wurde, allerdings noch ohne Nüsse. 1896 erschien das Rezept im Kochbuch The Cook Book by Oscar of the Waldorf von Oscar Tschirky, der legendäre Maître des Hotels. Im Originalrezept wird allerdings nicht Knollen-, sondern Stangensellerie verwendet. Für mich ist Waldorfsalat eine Retro-Erscheinung im besten Sinn, die Neuinterpretation von Theresia Palmetzhofer vom Gasthaus zur Palme in Neuhofen an der Ybbs gibt ihm neuen Schwung und macht die scheinbar unauffälligen Akteure Apfel und Sellerie dank einem molligen Rapsöl-Dressing zu echten Stars. Das Waldorf sollte sich anschnallen. Hier geht's zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/03/waldorfsalat-mit-petersilienoel/