„Erdbeerkotelett? Pfui, Mami, jetzt gehst du wirklich zu weit“, schüttelt meine 11-jährige Tochter resigniert den Kopf. „Galette, Lilly“, versuche ich es noch einmal. „Wie bitte?“ „G-a-l-e-t-t-e“. „Ist das eine Art Baguette?“ „Nein, das ist eine Art Erdbeerkuchen.“ „Warum nennst du ihn dann nicht Erdbeerkuchen?“ „Weil es eben eine Galette ist,“ (latent genervt). „Manchmal verstehe ich dich nicht. Warum überlegst du dir etwas so Kompliziertes, was mich Schweinefleisch denken lässt, wobei es ein Erdbeerkuchen ist?“ Schweigen, ich spürte, dass ich von der Siegerstraße abkomme und ringe um Argumente. Es kommt, wie es kommen muss: „Weil es eben so ist.“ https://thermomix.vorwerk.at/home/ Hier geht es zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/07/erdbeer-galette-mit-pistaziencreme/

Mit der Blunz’n ist es wie mit Koriander oder Oliven – entweder man hasst sie oder man liebt sie. Für alle, die sie lieben, gibt es eine unerwartete Paarung, die man unbedingt probieren sollte: mit gebratenem Zander, Erdäpfeln und viel Kren darüber. Gewusst wie zeigt uns Christoph Schüller von der Genusswirtschaft im niederösterreichischen Mailberg. Zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/08/zander-blunzn-groestl-mit-kernoelmayonnaise/ www.weinviertel.at https://prechtl.at/

Hier geht es zum Wein: www.weingut-setzer.at Hier findet ihr alle Infos über das schöne Weinviertel: www.weinviertel.at

Sie ist die Grand dame der österreichischen Haubenküche – Lisl Wagner-Bacher, über Jahrzehnte legendäre Wirtin des Landhaus Bacher in der Wachau. Ein schönes Beispiel für eine Laufbahn aus dem Bilderbuch, wenn man bedenkt, was sie aus der elterlichen Backhendlstube gemacht hat. Aber nicht nur dafür, sondern auch, wie man am Boden bleibt, selbst wenn die Karriere zu Höhenflügen ansetzt. Bodenständig ist auch Lisl Wagner-Bachers Gericht, das sie uns heute im Kochsalon zeigt: Zander mit knusprig frittierten Erdäpfelblattl’n und Kraut.

Mancher Geschmack fährt im Hirn ein wie gute Musik, um für immer dort zu bleiben. Bei Haubenkoch Andreas Döllerer sind es Schwarzbeernocken mit den kleinen im Wald gesammelten Beeren in Kombination mit Mehl, Milch und Zucker, die es beim Sommerbesuch auf dem Bauernhof seiner Großeltern im Pinzgau gab. Die herbe Süße der Beeren, das Karamell von Milch und Zucker. Die Beeren färbten die Zähne blau und weil die Familie unter sich war, war das allen herzlich egal. Dennoch ein kleiner Tipp: frisch aufgeschnittene Zitrone hilft gegen das Blau. Hier geht es zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/06/schwarzbeernocken/

Bei Marillenknödel kenne ich keine Vernunft, pfeife auf die Bikinifigur (ist eh schon egal), auf Cholesterin und sonstige unappetitliche Nebenerscheinungen. Die Saison ist kurz und heiß begehrt, vor allem, wenn man das Glück hat, die weltbesten Marillenknödel im Wirtshaus nebenan zu finden. Erdäpfelteil oder Topfenteig? Oder Erdäpfel-Topfenteig? Nichts dergleichen, Manfred Hausgnost vom „Gasthaus an der Kreuzung“ im niederösterreichischen Guntersdorf macht Marillenknödel aus Brandteig. Ich sage euch: eine Offenbarung. Hier geht's zum Rezept: https://www.martinahohenlohe.com/2018/07/marillenknoedel/ Der köstliche Wein ist von diesem Weingut: http://www.gschweicher.at/

Nichts passt so gut zum Sonnenuntergang wie ein gekonnt gemixter, kühler Drink. Gin ist nach wie vor ein großes Thema als solide Basis für einen gelungenen Cocktail. Damit befinde ich mich aber absolut außerhalb meiner Komfortzone, deshalb habe ich mir Hilfe von zwei Profis geholt: David Kranabitl und Feng Liu aus dem Birdyard im achten Wiener Bezirk. Schritt für Schritt zum perfekten Gin Tonic, sogar ich habe es kapiert. Außerdem wird uns gezeigt, dass Gin und Tonic großartig sein kann, es aber auch andere mehr als sinnvolle Paarungen gibt. Cheers!

Als Kind konnte man mich mit Erdäpfeln mit Dillsauce wirklich vergraulen, selten habe ich das Mittagessen verweigert, nur bei ebendiesen und Sauerkraut habe ich mit Schmolllippte und verschränkten Armen mein deutliches Veto ausgedrückt. Entweder verdanke ich es der Altersmilde oder mein Geschmack hat sich verändert, aber beides habe ich mittlerweile sehr gerne. Besonders die Dillsauce von Harald Pollak vom Retzbacherhof in Unterretzbach kann Düü-Banausen auf den rechten Weg bringen. Hier geht es zum Rezept: www.martinahohenlohe.com/2018/07/dillsauce-mit-semmelknoedel-gehacktem-ei-und-geroesteten-haselnuessen www.weinviertel.at www.christinahugl.at