Das Gute am Gulasch ist, dass es relativ einfach zu machen ist, sich unkompliziert aufwärmen lässt und dass es einfach irre gut schmeckt. Das Nachteilranking ist sehr persönlich geprägt – weil mein Mann beschwert sich über den Geruch, der sich hartnäckig bis in die hintersten Winkel der Wohnung durchkämpft. Mein Sohn bekommt Bauchweh von den vielen Zwiebeln und der Tochter ist das Ganze zu schwer. Die Lösung: Kürbisgulasch als vegetarische Version eines heißgeliebten Klassikers.

Was wird aus Knacker und einem Palatschinkenteig? Haubenkoch Manfred Buchingers Leibspeise: Wurstradeln. Man versteht rasch, wie sie dazu kamen. Jetzt im Kochsalon.

Das Downgrading von Schweinefleisch geht mir nicht in den Sinn, vor allem, wenn ich so ein Prachtkotelett vom iberischen Duroc Schwein in der Pfanne liegen habe. Dort leben die Ibérico-Schweine teilweise wild und werden mit Eicheln und Kräutern gemästet. Das Fleisch ist zart nussig und saftig, nicht nur als Schinken verdient es seinen Ruhm. Aaron Waltl (Food Scout von Metro) und Karoline Scheucher von Steirerfleisch bringen mit vollends auf den Geschmack. Hoch lebe das Schwein. Jetzt im Kochsalon.

Ein Erdäpfelgulasch ist für mich eigentlich schon eine Hauptspeise, vor allem, wenn es draußen kalt und grauslich ist. Adi Bittermann ist wieder zu Besuch im Kochsalon und zeigt mir nachdrücklich, wie wichtig der richtige Partner ist. Nicht nur im Leben, sondern auch am Teller. Denn das Erdäpfelgulasch beginnt mit einem kross gebratenem Stück Zander erst so richtig zu glänzen. Spitzenidee, einfach gemacht.

In Kraut gewickeltes Fleisch gibt es seit dem byzantinischen Reich. Wie man es würzt und was man dazu serviert, macht einen großen Unterschied. Ulli Hollerer-Reichl („Zum Blumentritt“/St. Aegyd am Neuwald) zeigt uns ihre Version der Krautroulade mit Hirschfaschiertem und Reis. Inklusive einiger wertvoller Tipps, wie sie am besten gelingen. Jetzt im Kochsalon.

Der Rostbraten hat eigentlich nichts mit dem Beiried zu tun. Ursprünglich hat man es viel wörtlicher genommen – schon die alten Römer legten ganze Stücke Fleisch auf den Rost und schon war eine Legende geboren. Es gibt allerlei Rostbraten in der österreichischen Küche: Vanille-, Girardi- und Esterhazy sind nur einige davon. Aber mein spezieller Favorit ist der Zwiebelrostbraten. Heute in einer für mich ungewöhnlichen Variante: ich schmore immer Zwiebeln mit, und davon nicht zu wenige. Doch Haubenkoch Patrick Friedrich (Gasthaus Figl im Tullnerfeld) lässt den Zwiebel erst am Ende in knusprig gebackener Form namensgebend wirken. So oder so eine würdige Legende.

Die Grand dame der österreichischen Küche zu Gast im Kochsalon: Lisl Wagner-Bacher war der erste „Koch des Jahres“ von Gault&Millau und hat das Landhaus Bacher in der Wachau mit ihrer Küche nachdrücklich geprägt. Eines der Highlights ihrer Karriere war ein Kochevent in der Schweiz, wo sie zwischen Gerichten von den Legenden Paul Bocuse und Roger Vergé Standing Ovations für eine Nachspeise bekam. Diesen Moment würde sie nie vergessen, meinte sie. Man versteht, warum die Gäste nicht auf ihren Sesseln zu halten waren, wenn man diese berühmte Nachspeise probiert. Lisl Wagner-Bacher gibt das Rezept heute im Kochsalon preis: Milchrahmauflauf, ein Gericht, das auch wir zusammenbringen. Und Standing Ovations ernten.

Kuchen mit Schuss: Wenn die Teeparty einen gewissen Kick braucht, genau das Richtige. Das Wichtigste dabei: Nicht mit dem Mozartlikör sparen und den Kuchen vor den Kindern verstecken.