Plötzlich war sie da, die Süßkartoffel. Und fordert mich ständig heraus. Aber ich habe noch keine Challenge gewonnen, denn das Pürree war mir zu süß und die Spalten aus dem Ofen zu papierartig. Was tun mit der knallorgangen Knolle? Dieses Rennen habe ich gewonnen: Süßkartoffel-Kokos-Suppe mit scharfem Spinat als Einlage. Perfekt gegen trostloses Wetter.

Wer ständig mit einem Plan einkauft, ist entweder ein Streber oder ein Lügner. Ich gehöre zu keinem, denn so wie ich oft völlig unkoordiniert durch den Supermarkt renne und Sachen in meinen Einkaufswagen werfe, lässt sich nur der dritten Gruppierung zuordnen: chaotisch, aber irre liebenswert. Das muss einmal gesagt sein. Die Zutaten sind zwar allesamt sehr gut, aber völlig unzusammenhängend. Der gemeinsame Nenner heißt dann meistens Wok – mit ein paar simplen Tricks gelingt er absolut immer und mit der richtigen Sauce sogar richtig gu

Eine eigenartige Sache: Sobald ich die Grenze Salzburg/Tirol überschreite, bleibt all meine Essvernunft auf der Strecke. Je näher ich mich dem Ferienort nähere, umso lauter wird das kleine Teufelchen in meinem Kopf, das nur eines schreit: „Kasspatzeln! Kasspatzeln! Kasspatzeln!“ Ein kleines Aufflammen der Vernunft, „ist ja eh vegetarisch“ und dann gibt es kein Halten mehr. Nun muss ich nicht mehr unbedingt das kleine deutsche Eck passieren, denn Gernot Bischofberger vom Casino-Restaurant „Falstaff“ in Bregenz hat mir seine ultimative Originalversion gezeigt. Das Überraschende daran: In 20 Minuten ist sie fertig.

Mein Repertoire an kalten Suppen reichte lange Zeit nicht über Gazpacho und Gurkenkaltschale hinaus. Bei unseren kurzen Sommern ging sich das meistens ganz gut aus. Dann passierte mir diese persische Joghurtsuppe – leicht säuerlich, trotzdem reichhaltig mit frischem Knack – sie ist es wert, das Programm zu erweitern.

Fleisch und Fisch zu mischen ist für mich eigentlich ein No-Go. Doch Jamie Oliver hat mich eines Besseren belehrt, er wickelte munter Pancetta um Seeteufel und siehe da, ich war hingerissen. Ich habe die Spieße über die Jahre ein wenig verändert, sie sind extrem einfach und extrem gut. Vor allem auch ideal vorzubereiten, wenn Gäste auch etwas davon haben sollen.

Als ich meiner schottischen Tante kürzlich unser heißgeliebtes Ritschert näher bringen wollte, hat sie mich verständnislos angeschaut und meinte nur „Richard who?“. Ich, not amused, habe die Rollgerste ausgepackt und ihr versucht zu erklären, dass dieser Eintopf nach Kindheit und Kärnten schmeckt, eine kraftvolle Mischung aus Selch und Bohne. Sie ging gedanklich noch immer alle Richards durch und war erst vollinhaltlich dabei, als ich ihr einen dampfenden Topf vorsetzte. Da verstand sie. Diesmal zeigt uns Drei-Haubenkoch Tom Riederer seine steirische Version mit ein paar sehr interessanten Tricks und Kniffen. Ab sofort im Kochsalon.

Wenn der Stiegl Max aus Purbach in den Kochsalon kommt, wird es ungewöhnlich. Das war mir von Anfang an klar – Gespräche über Politik, Steuerreform und Herzinfarkt. Und dazu ein Omelett mit Currysauce. Hm, eigenwillig. Wenn man es dann probiert, fragt man sich, warum man es nicht immer so gegessen hat. Absolut empfehlenswert, das gilt auch die Gespräche. Ein bisschen davon wurde dem Schnitt geopfert, aber es ist noch sehr viel da. Viel Spaß.

Es gibt kaum ein Gemüse, das ich der Artischocke vorziehe. Allerdings koche ich sie selbst eher selten, außer im Ganzen und danach zutzelnd mit Vinagrette. Ich weiß nach wie vor nicht genau, wie ich damit umgehen soll und der Berg an Abfall verunsichert mich. Aus diesem Grund habe ich Stefanie Theuringer, ihres Zeichens Artischocken-Bäuerin aus dem Marchfeld, in den Kochsalon eingeladen. Sie gibt uns eine genaue und deppensichere Anleitung zum Zubereiten der edlen Distel. Inklusive dieses köstlichen Pasta-Rezepts.

Was steckt hinter dem Key-Lime-Pie? Der Key-Lime-Pie ist kein normaler Limettenkuchen, er ist eine Kult-Nachspeise, Floridas Nationaldessert und mittlerweile gibt es sogar sogennante Key-Lime-Pie-Festivals, auf welchen der Genuss dieser Tarte zelebriert wird. Wer schon einmal die Keys, eine Inselkette vor Florida bereist hat, weiß, dass man dort um diesen Kuchen nicht herum kommt.

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