Plötzlich war sie da, die Süßkartoffel. Und fordert mich ständig heraus. Aber ich habe noch keine Challenge gewonnen, denn das Pürree war mir zu süß und die Spalten aus dem Ofen zu papierartig. Was tun mit der knallorgangen Knolle? Dieses Rennen habe ich gewonnen: Süßkartoffel-Kokos-Suppe mit scharfem Spinat als Einlage. Perfekt gegen trostloses Wetter.

Viel zu selten nehme ich mir die Freiheit eines persönlichen Wunschkonzerts. Aber diesmal dafür richtig. Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, die ersten Schularbeiten drohen und eine sich ständig neu befüllende To-Do-Liste ließen mich kürzlich in einen tiefen See aus Selbstmitleid eintauchen. Und was hilft da am besten? Richtig – Schokolade, Karamell und Nüsse. Zumindest bei mir. Wenn ihr auch so gepolt seid, werdet ihr bei diesen Cookies ähnlich durchatmen, wie ich. Und wieder auftauchen. www.martinahohenlohe.com

Als ich den Wiener Haubenkoch Walter Leidenfrost in den Kochsalon einlud, fragte er mich, was er kochen solle. „Keine Ahnung, einfach nachzukochen sollte es sein und etwas Heimisches wäre schön.“ Er kam mit Forelle, Bier und Quitten. Volltreffer, nicht nur was mein Wunschkonzert betrifft, sondern vor allem die unkomplizierte Zubereitung und das köstliche Ergebnis waren eine sehr erfreuliche Überraschung.

Mein Mann hat eine riesige Familie, die zu Weihnachten beschenkt werden möchte. Zumindest gehe ich davon aus, persönlich hat es mir noch niemand gesagt. Da Menschen, die vieles haben und wenig brauchen, tendenziell schwer zu erfreuen sind, schenke ich gerne etwas Selbstgemachtes – und lande damit meistens einen Volltreffer. Okay, die 92-jährige Tante konnte mit der Chilipaste nicht so viel anfangen, aber zumindest ein Lächeln habe ich ihr entlockt. Und ihr Pfleger hat sich erst gefreut... Diese aromatisierten Öle sind einfach gemacht, sind optisch echte Bringer und wahre Allrounder in der Küche. Auch, wenn ihr noch nicht über Weihnachtsgeschenke nachdenken wollt, das wäre ein heißer Tipp. https://www.martinahohenlohe.com/2017/10/aromatisierte-oele/

Lamm ist bei uns ein etwas schwieriges Thema – unbedacht gekauft und/oder ungeschickt gekocht, kann es im Desaster enden. Dies ist mein Lieblingsrezept für Lammkrone, © Gordon Ramsay, es ist mir bisher kein einziges Mal misslungen und geschmacklich mit dem Dijonsenf unter der frischen Kräuterkruste einfach ein Wahnsinn.

Der Schnellkochtopf und ich hatte bisher ein eher distanziertes Verhältnis. Dieses sture Dampfen und Zischen, das ich aus Kindestagen als bedrohlich abgespeichert habe, hielt mich davon ab, die Vorzüge des Kochens mit Druck kennenzulernen. Doch ich bin lernfähig: Als ich kürzlich zum ersten Mal das Experiment wagte, war das Dampfen und Zischen lange nicht so beängstigend wie in meiner Erinnerung und das Ergebnis war überzeugend. Das ist mit Abstand der schnellste und beste Erdäpfelsalat, den ich je produziert habe.

Es gibt kein Gericht, dass die helle Freude mit nur einem einem Bissen überzeugender herstellt, als die Kärntner Nudel. Diese schlichte, aber trotzige Fülle aus Erdäpfeln, Topfen und Kräutern, frisch und deftig, gepackt in bissfesten Nudelteig, vollendet mit dem gekrendelten Rand… Ihr seht, mir geht das Herz auf. Obwohl ich das Krendeln verlernt habe, Schande über mich. Zurück zum Wesentlichen: Auch, wenn Kärnten immer wieder gerne kritisiert wird, die Kärntner Nudeln gehören unter Denkmalschutz. Davon ist auch Thomas Dorfer überzeugt, seines Zeichens Drei-Hauben-Koch aus dem Landhaus Bacher in der schönen Wachau. Er zeigt mir hier seine Tricks und Kniffe für die perfekten Kasnudeln.

Hasenherz und Wurzelknolle. Nicht gerade ein Alltagsprogramm, das ich mit Haubenkoch Peter Zinter durchlebe. Auf jeden Fall sehr spannend. Nicht nur, weil ich einen toten Hasen in meiner Küche liegen hatte, sondern auch, weil ich viel Technisches wieder aufgewärmt bzw. gelernt habe. Topinambur nicht schälen, Lektion Nummer eins. Und mein zweites Aha-Erlebnis: die Hollandaise mit brauner Butter rühren. Weitere Tricks und Kniffe findet ihr im Video.

Ich wollte es meinem Mann erst gar nicht sagen, aber die Dimension ließ sich nicht so leicht verbergen: Ich habe mir ein neues Küchengerät geleistet. Kenwood hat eine Art Multitalent entwickelt, eine geglückte Vereinigung von Rühr- und Knetmaschine, die mit allerlei Zubehör so ungefähr alles kann, was man sich vorstellen mag. Dazu hat der Cooking Chef aber auch eine Induktionsplatte. In Summe versprach man mir unkompliziertes Kochen mit großer Zeitersparnis. Da war es um mich geschehen. Meine erste Begegnung mit dem neuen Chef in meiner Küche: ein wunderbar herzhaftes Gemüsecurry mit selbstgemachter Currypaste. Hält der Cooking Chef, was er verspricht? Sogar mein Mann war nach erstem Stirnrunzeln und dem üblichen "Noch ein Küchengerät? Wir haben doch eh keinen Platz mehr!" davon überzeugt.