Spaghetti mit Radieschen-Pesto

Als ich kürzlich mit Begeisterung am Markt nach den prallen, frischen Bio-Radieschen griff, wurde ich mitten in der Bewegung vom festen Griff der Marktstandlerin eingebremst. „Was machen Sie mit dem Radieschengrün?“ nahm sie mich streng ins Verhör. Ich, etwas irritiert, der Blick kurz nach links und rechts, ob sie wirklich mich meinte, „Äh, wegschmeißen? Eh in den Biomüll…“ Damit erntete ich nur verständnisloses Kopfschütteln und eine Predigt in Rezeptform, was man denn alles mit den Blättern von Radieschen anstellen konnte. Gesagt getan, hier mein erster Versuch, inklusive dem Eingeständnis, dass ich gute 35 Jahre grobe Verschwendung betrieben habe. Mit dem leicht herben Geschmack und der frischen Schärfe eine echte Bereicherung – zum Teil aus Neugierde entstanden, ein bisschen aber auch aus Angst vor meinem nächsten Marktbesuch.


Zutaten für 4 Portionen

Pesto:
80 g Blätter von Bio-Radieschen (2 Bund)
3-4 Radieschen (je nach Größe)
1 kleine Knoblauchzehe
120 ml Olivenöl
50 g Cashewkerne (ungesalzen)
½ TL Salz
80 g Parmesan (frisch gerieben)

400 g Nudeln
Salzwasser (zum Kochen)

Zubereitung Pesto

Radieschenblätter waschen, putzen, trockenschütteln oder –schleudern. Grob schneiden. Gemeinsam mit den anderen Pestozutaten – bis auf den Parmesan – in einen Mixer geben. Zu einer feinen Paste pürieren. Zum Schluss den Parmesan untermischen. Pesto beiseite stellen.

 

Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser al dente garen. Zum Schluss ca. 4 EL Kochwasser mit einem Häferl abschöpfen. Nudeln abseihen, sofort mit dem Pesto vermischen, falls es zu trocken ist, esslöffelweise mit dem Kochwasser verdünnen. Nochmals abschmecken und mit dünnen Radieschenscheiben anrichten.

 

Ich freue mich über Wünsche, Beschwerden (na ja) und Anregungen.

Bitte an: martina.hohenlohe@hohenlohe.at

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1 Kommentar

  1. Mein Sohn ist Koch und ich höre auch oft Predigten, welch Verschwendung mit Blättern und Stielen betrieben wird.
    Bin schon umerzogen herzliche Grüße und Danke für das tolle Rezept.

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