Liebstöckelsuppe mit Milzschnitten

Der Duft von Liebstöckel holt mich in der Sekunde zurück in die Kindheit, sonntags stellte meine Mutter schon in der Früh einen großen Topf Rindsuppe zu, die ohne dem Liebstöckel aus dem Garten nicht das selbe gewesen wäre. Doch das verösterreicherte Maggikraut kann mehr, als nur für die beste Nebenrolle nominiert zu sein. Uwe Machreich, lang gedienter Haubenkoch aus dem Triad in Bad Schönau, zeigt uns, wie. Doch nicht nur das – er brachte mir auch meine erste Milz näher.


Zutaten für 4 Portionen

Liebstöckelcrème
200g Liebstöckel
200g Schlagobers

Liebstöckelsuppe
1 Zwiebel (grob geschnitten)
150 g Sellerie grob geschnitten
60 ml Weißwein
600 ml Hühnerfond
300 ml Obers
Liebstöckelstängel

Milzschnitten
300 g Rindsmilz
80 g Zwiebel (klein geschnitten)
EL Schweinsschmalz
Majoran / Salz / Pfeffer
5 Toastscheiben horizontal halbiert

Öl zum Frittieren

Zubereitung Liebstöckelcrème

Alle Zutaten im Mixer pürieren.

Tipp: Restliche Masse in Silikonformen füllen und einfrieren.

 

Zubereitung Suppe

Zwiebel kurz in Butter anschwitzen. Sellerie dazugeben, mit Weißwein ablöschen und mit dem Hühnerfond aufgießen. Sellerie weichkochen, dann das flüssige Obers beimengen. Kurz aufkochen, mixen und passieren.

Mit etwas Salz abschmecken. Liebstöckelstängel mindestens eine Stunde in der Suppe ziehen lassen. Dann abseihen und Liebstöckelcrème nach Geschmack untermixen.

 

Zubereitung Milzschnitten

Die Milz klopfen und aus der Haut schaben. Zwiebel in Schmalz anschwitzen. Mit Majoran und Salz würzen. Alles zur Milz geben und noch einmal abschmecken.

Einen Teil der Mischung auf eine Scheibe Toastbrot streichen. Mit einer weiteren Scheibe Toastbrot belegen. Den Vorgang so lange wiederholen, bis man insgesamt fünf Toastscheiben mit 4 Schichten der Milz-Mischung übereinander gestapelt hat.

Den Toast in Alufolie einpacken und bei 140 C° 40 Minuten backen. Kurz kaltstellen. Dann in Scheiben schneiden und in reichlich Öl herausfrittieren.

In der Liebstöckelsuppe anrichten.

 

Tipp

Wenn es gerade keinen Liebstöckel gibt, kann man die Suppe nach dem gleichen Prinzip auch mit anderen Kräutern, zum Beispiel mit Petersilie, kochen.

 

Fotos: (c) Philipp Lipiarski, www.goodlifecrew.at

 

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Ich freue mich über Wünsche, Beschwerden (na ja) und Anregungen.

Bitte an: martina.hohenlohe@hohenlohe.at

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