Kaiserschmarren mit Apfelkompott

Es gibt Zeiten, da pfeife ich auf jede Vernunft, esse, wonach mir der Sinn steht und lasse den Gelüsten die Oberhand. Meistens ist die Bikinizeit noch in weiter Ferne und ich versuche, wenigstens kurz den Carpe-diem-Gedanken zu leben. Zusammengefasst: Ich esse hemmungslos Kaiserschmarren. Ob Kaiserin Elisabeth ahnte, dass sie mit dem Wunsch an die Küche, etwas Zahnschonendes zu kochen, eine kulinarische Legende in Leben rief? In der Version von Franz Diewald (Gasthaus Diewald/Gloggnitz) stecken nur 2 Esslöffel Mehl. Ein Rezept seiner Großmutter. Sehr zu empfehlen.

(Zutaten für 4 Personen)

12 Eier
60 g Staubzucker
1/2 TL Vanillezucker
2 EL Mehl
1 EL Rosinen
1 Zitrone
1/16 l Milch
100 g Staubzucker zum Karamellisieren
100 g Butter

Apfelkompott
3 große Äpfel
2 Zimtstangen
3 Nelken
4 Sternanis
1 Bio-Zitrone
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker

Apfelkompott

Die Schale der Zitrone, die Zimtstangen, den Sternanis, Nelken und etwas Zucker in einem Topf mit ausreichend Wasser zum Köcheln bringen.

Die Äpfel schälen, in Spalten schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Dann zu den Gewürzen in den Topf geben und köcheln, bis die Äpfel weich sind. In der Zwischenzeit den Kaiserschmarren vorbereiten.

 

Kaiserschmarren

Zuerst die Eier trennen. Die Dotter mit der Gabel zerstechen (nicht mit dem Schneebesen aufschlagen) und die Schale einer Bio-Zitrone dazugeben.

Das Eiklar steif schlagen. Das Mehl, den Vanillezucker, eine Prise Salz, Staubzucker und nach Belieben Rosinen unter den Schnee heben. Jetzt vorsichtig die Dotter unter die Masse heben und einen Schuss temperierte Milch beifügen.

Butter in einer tiefen Pfanne schmelzen. Die Kaiserschmarren-Masse hineingeben und auf mittlerer Hitze anbraten. Mit reichlich Zucker bestreuen, dann einen Deckel auf die Pfanne geben. Wenn der Kaiserschmarren unten etwas Farbe angenommen hat, wenden und nochmals die Oberfläche zuckern. Die Pfanne wieder zudecken. Braten, bis der Teig durch ist. Mit einer Gabel in Stücke reißen.

 

Ich freue mich über Wünsche, Beschwerden (na ja) und Anregungen.

Bitte an: martina.hohenlohe@hohenlohe.at

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3 Kommentare

  1. super tolle Kochsendung – nur jetzt hab ich eine Frage: bei der Sendung habt ihr 12 Eier genommen – warum stehen dann im Rezept nur 4 Eier? Danke und freue mich jeden Tag auf deine Sendung – LG

  2. Hallo!
    Habe gestern erstmals die Sendung gesehen, der Milchrahmstrudel schaute toll aus! Ich probiere gerne Rezepte aus, allerdings sollte es auch Menschen, die keine Haubenköche sind, möglich sein, das Gezeigte nachzukommen. Das ist wie mir scheint das Ziel bei „Mein wunderbarer Kochsalon“! Danke dafür und die Lust am Kochen wird durch die Sendung wirklich geweckt!
    Danke, LG Eva

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