Pavlova mit Beeren

Was eine russische Primaballerina mit dieser Desserbombe auf dem Hut hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen – Patisserie steht nicht gerade oft auf dem Diätplan der Profitänzerinnen. Auf jeden Fall wurde sie, diese supertolle, einfache und köstliche Baisertorte, nach Anna Pawlowa  benannt, die Ende der 1920er Jahre Gastauftritte in Australien und Neuseeland hatte. Dort muss sie wohl entstanden sein, denn beide Länder sehen die Pavlova als Nationalspeise an. Würde es nach mir gehen, ich würde sie auch sofort unter unsere nationalen kulinarischen Fittische nehmen, denn selten gibt es eine derartig leichte, feine und auch optisch beeidruckende Nachspeise, wie sie. Ich habe sie vor einiger Zeit für mich entdeckt, als wir Gäste hatten und einer davon glutenunverträglich war. Nachdem ich sehr gerne backe und kein Mousse- und Creme-Typ bin, kam ich auf die mehlfreie Pavlova, seither gehört sie zu unseren Familienstandards. Weiterer logistischer Vorteil: Den Boden kann man schon am Vortag machen.


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ZUTATEN

4 Eiweiß

1 Prise Salz

250 g Zucker

1 TL Speisestärke

1 TL Weißweinessig

500 ml Schlagobers

500 g gemischte Beeren

1 EL gesalzene Pistazien (gehackt)

 

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Backofen auf 110 Grad (Heißluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen, eine Schüssel mit 24 cm Durchmesser darauf setzen und den Umfang mit einem Bleistift nachziehen. Backpapier umdrehen (Bleistiftkreis sollte sichtbar sein).

Eier zu steifem Schnee schlagen, dabei 250 g Zuckereinrieseln lassen. Speisestärke darüber sieben und mit dem Essig unterheben. Teig auf dem Backpapier zu einem Kreis verstreichen, muss nicht ordentlich sein, ein paar Kanten und Spitzen sind durchaus erwünscht. In der Mitte eine Mulde formen.

Auf mittlerer Schiene 90 Minuten lang trocknen lassen. Backofen ausschalten, Ofentür einen Spalt aufmachen und Teig so komplett auskühlen lassen (ich mache das oft über Nacht).

Schlagobers steif schlagen, in die Mulde füllen, mit Beeren belegen und mit Pistazien bestreuen. Sofort servieren, das Schlagobers weicht mit der Zeit das Baiser auf.

 

Tipp: Man kann verschiedenstes Obst auf die Pavlova legen, ich habe sie am liebsten mit Beeren, aber Pfirsiche und/oder Kirschen passen auch sehr gut. Ebenso Mangowürfel mit Himbeeren. Im Sommer ist es herrlich, sie statt mit Obers mit Eis oder Frozen Yoghurt zu füllen.

 

Tipp für Fortgeschrittene: ich habe sehr gerne den Kontrast von süß und salzig (daher auch gesalzene Pistazien). Sehr gut passt auch ein feines Gitter aus selbstgemachtem Karamell mit einem Hauch Fleur de Sel.

 

Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit: 10 Minuten; Backzeit: 90 Minuten

 

Ich freue mich über Wünsche, Beschwerden (na ja) und Anregungen.

Bitte an: martina.hohenlohe@hohenlohe.at

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